Wanderung am Sonntag, 19.8.2018, Vellacher Kocna - Sanntaler Sattel/Seeländer Sattel

Die Wanderung am Sonntag, 19. August 2018, führt von der Vellacher Kocna (968 m) zum Sanntaler Sattel (1999 m) und Seeländer-Sattel (2034 m), dem südlichsten Punkt Österreichs. 

Abfahrt: 07:00 Uhr, Gösselsdorf, Bauernmarkt, 
Gehzeit: ca 6 Stunden
Höhendifferenz: ca. 1.100 Hm
Anspruchsvolle Wanderung
Keine Einkehrmöglichkeit/keine Wasserentnahmestelle

Wir begrüßen neue Mitglieder

Wir begrüßen als neue Mitglieder:

Tanja Preiner als Völkermarkt     und
Robert Kreuzberger aus Völkermarkt.

Herzlich willkommen!

Werde auch Du Mitglied in Deinem Heimatverein.

Doktor Wald

Doktor Wald

Wenn ich an Kopfweh leide und Neurosen,
mich unverstanden fühle oder alt,
und mich die holden Musen nicht liebkosen,
dann konsultiere ich den Doktor Wald.
 

Er ist mein Augenarzt und Psychiater,
mein Orthopäde und mein Internist,
er hilft mir sicher über jeden Kater,
ob er von Kummer oder Cognac ist. 

Er hält nicht viel von Pülverchen und Pillen,
doch umso mehr von Luft und Sonnenschein.
Und kaum umfängt mich angenehme Stille,
raunt er mir zu: "Nun atme mal tief ein!" 

Ist seine Praxis oft auch überlaufen,
in seiner Obhut läuft man sich gesund
und Kreislaufkranke, die noch heute schnaufen,
sind morgen ohne klinischen Befund. 

Er bringt uns immer wieder auf die Beine,
das Seelische ins Gleichgewicht,
verhindert Fettansatz und Gallensteine,
nur - Hausbesuche macht er leider nicht. 

Der Verfasser, Förster Helmut Dagenbach,
arbeitete von 1956 bis
1992 als technischer
Leiter des Arbeitsbereichs Forstpflanzen-
züchtung an der Forstlichen Versuchs- und
Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA)
.

 

Da Rucksack

Da Rucksack

An Rucksåck hast gekåft, an neian,
mit Trågkomfort, ån ganz ån teiern.
Mit Bandlan, Schlauf’n un viel Fachl,
fürn Regn noch a Überdachl.

Da Ålte, der zerschlissne Binckl,
hängt traurig jetzt im Åbstellwinkl.

Doch is der Neie scho als låra,
vor lauter Trågkomfort viel schwårer.

Er fasst und schluckt, es is a Wunder,
zur Gänze den alpinen Plunder,
sogår an Hüftgurt noch, zwa Peitl,
für’s Hartgelt und für’n Taschnfeitl.


Für Wäsch‘ und Jausn, akkurat
genau zum Schlichtn, separat
stopfst eine noch zur Dosn Bier
Enertschiegetränk vom roten Stier.

Trotzdem, es wåchsen eam net Flügl,
Du zachst ean selber über’n Hügl.

Für die Schiturn dånn zur Winterszeit,
mei Liaba! da gibts erst a Freid!

Pieps und Schaufel, Sondn, Felle,
a die Daunenjåckn hast zur Stelle.
Pickl, Eis‘n vielleicht noch å Seil,
einegehn tuats alleweil.


Dei blaues Wunder båld dalebst,
wenn ihn jetzt amål „aufe“ hebst.
So breit, so hoch als wie å Kist’n,
fåst gehst so liaba auf die Pist’n.

Das darf net sein, das is z’vül,
drum påckst wieda ausse, mit Gefühl,

den Fotoapparat mit Zoom und Tasch’n,
Reservefell, die zweite Flasch’n,

Verbandszeug und die Biwaksackl,
das gibst Deim Freind, dem fest’n Lackl,
statt Speck und Würscht hast Müsliriegl,
scho‘ is er klåner, schau in Spiegl.


Sonst nimmst halt wie im Himalaya,
an Träger, åber die san teia.
Bei uns då wirst a kaum ån find’n,
doch schadet nit, a bisserl schind’n.

Fråg nur den Herrgott, der wird såg’n:
Dei Binckerle muast selba trågn.

Frei nach „Manke“!

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Zu den verlassenen Dörfern im Kanaltal

Zu den verlassenen Dörfern im Kanaltal.

Seit dem Erdbeben im Jahr 1976 bestehen die Dörfer Mogessa di Qua, Mogessa di La und Stavoli überwiegend aus Ruinen. Diese ehemaligen Bauerndörfer im Kanaltal in den Karnischen Alpen sind nur über alte Maultierpfade zu erreichen. Bei dieser Wanderung ist man auf Selbstverpflegung angewiesen. In allen drei Orten gibt es Brunnen an denen man Trinkwasservorräte auffüllen kann.

Ausgangspunkt ist der Parkplatz bei der Abtei „Sankt Gallo“ in Moggio di Sopra, ein Ortsteil von Moggio Udinese. Unmittelbar nach Überquerung der „Hauptstraße“ biegt man nach links ab und wandert noch innerhalb des Ortes bergab. Bei den letzten Häusern beginnt der Anstieg zu den verlassenen Dörfern. Zunächst ist der Weg noch asphaltiert, geht aber weiter oben in einen steilen, schmalen Pfad über bei dem noch die Reste des gepflasterten Maultierpfades zu erkennen sind. Tief unten ist das tosen des Rio di Palis-Baches zu hören, der die Wanderer bis Mogessa di Qua begleitet. Nach einer guten dreiviertel Stunde Anstieg wird auf einem Bergrücken eine Kapelle erreicht. Von nun an führt der Weg entlang der Vorberge der Karnischen Alpen, über zahlreiche Schluchten und Gräben. Am Wegesrand sind immer wieder Kreuze zu finden, die auf eine Nutzung als Pilgerweg hindeuten. Nach etwa 1 ½ Stunden ist das erste Ziel, Mogessa di Qua erreicht. Der Ortsname bedeutet so viel wie „Klein Mossach diesseits“. In den auf engsten Raum sehenden Bauernhäusern lebten bis zum verheerenden Erdbeben etwa 200 Personen. Die Häuser sind von der Grundfläche sehr klein aber bis zu 4 Stockwerke hoch. Einige der Häuser wurden von den Nachfahren der Vorbesitzer restauriert und als Ferienwohnungen genutzt; in absoluter Ruhe. Ähnlich ist die Situation im Nachbarort Mogessa di La, „Klein Mossach jenseits“ den man nach einer weiteren halben Stunde wandern erreicht. Dort befindet sich die Kirche der beiden Orte.
Um zu dem dritten zerstörten Dorf – Stavoli – zu gelangen, geht der Weg zunächst einmal steil hinab in die Schlucht des Molin-Baches (Mühlbach). In dieser Schlucht befanden sich eine Mühle und eine Brücke, die bei dem Erdbeben zerstört und nicht wieder aufgebaut wurden. So sind die Wanderer gezwungen sich einen eigenen „Weg“ durch den Bach zu suchen. Der anschließende Anstieg nach Stavoli fordert nochmal alle Kräfte. Hier bietet sich das gleiche Bild wie in den beiden vorherigen Dörfern; enge Gässchen zwischen den Ruinen.
Für den Abstieg - entlang des Mühlbaches - nach Moggio di Sopra darf man 1 ½ Stunden einrechnen.

Die rund 6 stündige Rundwanderung über alte Kulturwege gilt als eine der „schönsten und außergewöhnlichsten Tageswanderungen“ in Friaul.
Wegstrecke: ca. 12 Km
Höhenmeter: 718

Bilder:   

(c) Wanderbund Gösselsdorf Impressum