Rund um den Längsee

Rund um den Längsee

Die Wanderung beginnt auf dem Parkplatz „Strandbad“ am Längsee. Entlang der Straße Richtung Stift Sankt Georgen am Längsee. Ein schmaler Steig führt hinauf zum Stift – eine Besichtigung der Anlage ist lohnend. Der Weiterweg führt über eine asphaltierte Straße zum Schloss Rottenstein und einer Außenstelle einer Justizvollzugsanstalt. Dem Wanderweg mit der Markierung für den „Hemmaweg“ und der Markierung „8“ folgend wird die Ortschaft Drasendorf erreicht. Vom Ortsausgang von Drasendorf, immer der Markierung folgend sind es nur noch 1,5 Kilometer bis zum Kirchlein Maria Wolschart. Der Platz inmitten des sagenumwobenen Wolschartwald ladet zum verweilen ein. Vor Jahrhunderten soll hier ein berüchtigter Räuber sein Unwesen getrieben haben. Von der Kirche führt der Wanderweg etwa 300 m zurück und zweigt dann nach Südwest ab. Von auf einer Anhöhe wird der Blick frei auf die mächtige Anlage des Stift Sankt Georgen und den Längsee. Auf bequemen Weg wird die Ortschaft Bernaich erreicht. Dort folgt man der Straße nach Süd um nach wenigen hundert Metern nach rechts abzuzweigen. Ein  Golfplatz wird halb umrundet und über einen kleinen Bergrücken gelangt man wieder zum Ausgangspunkt zurück.

Familienwanderung
Wegstrecke: ca. 12 Kilometer
Gehzeit: ca. 3 Stunden
Höhendifferenz: ca. 140 Hm

Bilder:   

Von der Vellacher Kotschna zum südlichsten Punkt Österreichs

Von der Vellacher Kotschna zum südlichsten Punkt Österreichs

Das herrliche Trogtal der Vellacher Kotschna wird erreicht, wenn man der Bundesstraße 82 von Bad Eisenkappel zum Seebergsattel folgt. Nach der Ortschaft Bad Vellach zweigt die Straße zum Paulitsch-Sattel ab und schon nach wenigen hundert Metern zweigt eine Forststraße nach rechts, Richtung Süden, ab. Nach etwa 2,5 km versperrt eine Schranke die Weiterfahrt. Dort beginnt unsere Wanderung in das wegen seiner Ursprünglichkeit und Schönheit, mit seinen Felswänden und Karen sowie wegen der reichhaltigen Pflanzenwelt bereits vor mehr als 50 Jahren zum Naturschutzgebiet erklärte Tal.
Der Wanderweg führt zunächst auf einer Forststraße in südliche Richtung. Nach etwa 1 Kilometer zweigt der mit „613“ bezeichnete Steig nach Süd-Ost ab. Durch den Wald, der Steig immer steiler werdend, kommt man hinauf zu einem kurzen felsigen Abschnitt, der mit Hilfe von befestigten Seilen überwunden wird. Ein kleiner Brunnen, die einzige Wasserstelle auf dieser Tour, ladet zur Rast ein. Etwas höher wird auf 1469 m die „Offnerhütte“, eine Jagdhütte, erreicht. Durch dichtes Erlengebüsch, später durch ein Latschenfeld, muss der Weg gesucht werden. Über ein großes Schotterfeld, steil aufwärts, wird auf 1999 m der Sanntaler Sattel erreicht. Von hier bietet sich ein schöner Blick nach Osten hinab in das Logartal. Noch großartiger wird das Bild wenn man dem Steig nach Westen zum ¼ Stunde entfernten Seeländer Sattel (2034 m) folgt. Auf diesem fast ebenen Pfad bewegt man sich entlang des südlichsten Punktes Österreichs. Der grandiose Blick auf die Gipfel der Steiner Alpen - Skuta (2532 m), Dolgi hrbet (2473 m), Grintovec (2558 m) und Jezerska Kocna (2540 m) und hinunter in die Ravenska Kocna – sind Lohn für den mühsamen Aufstieg.
Der Abstiegsweg ist identisch mit dem Aufstieg.
Die Möglichkeit einer Überschreitung bietet sich beim Sanntaler Sattel über die Okrešlj zur Frischauf-Hütte (1396 m) und in das Logartal an. Beim Seeländer Sattel kann man über die Krainer Hütte (1700 m) und Tschechischen Hütte (1542 m) in die Ravenska Kocna absteigen.

Talort: Bad Eisenkappel
Höhenunterschied: Parkplatz an der Schranke (968 m) > Seeländer Sattel (2034 m)
Gehzeit: 6 Stunden
Schwierigkeit: Trittsicherheit und Ausdauer unbedingt erforderlich

Bilder:   

Doktor Wald

Doktor Wald

Wenn ich an Kopfweh leide und Neurosen,
mich unverstanden fühle oder alt,
und mich die holden Musen nicht liebkosen,
dann konsultiere ich den Doktor Wald.
 

Er ist mein Augenarzt und Psychiater,
mein Orthopäde und mein Internist,
er hilft mir sicher über jeden Kater,
ob er von Kummer oder Cognac ist. 

Er hält nicht viel von Pülverchen und Pillen,
doch umso mehr von Luft und Sonnenschein.
Und kaum umfängt mich angenehme Stille,
raunt er mir zu: "Nun atme mal tief ein!" 

Ist seine Praxis oft auch überlaufen,
in seiner Obhut läuft man sich gesund
und Kreislaufkranke, die noch heute schnaufen,
sind morgen ohne klinischen Befund. 

Er bringt uns immer wieder auf die Beine,
das Seelische ins Gleichgewicht,
verhindert Fettansatz und Gallensteine,
nur - Hausbesuche macht er leider nicht. 

Der Verfasser, Förster Helmut Dagenbach,
arbeitete von 1956 bis
1992 als technischer
Leiter des Arbeitsbereichs Forstpflanzen-
züchtung an der Forstlichen Versuchs- und
Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA)
.

 

Da Rucksack

Da Rucksack

An Rucksåck hast gekåft, an neian,
mit Trågkomfort, ån ganz ån teiern.
Mit Bandlan, Schlauf’n un viel Fachl,
fürn Regn noch a Überdachl.

Da Ålte, der zerschlissne Binckl,
hängt traurig jetzt im Åbstellwinkl.

Doch is der Neie scho als låra,
vor lauter Trågkomfort viel schwårer.

Er fasst und schluckt, es is a Wunder,
zur Gänze den alpinen Plunder,
sogår an Hüftgurt noch, zwa Peitl,
für’s Hartgelt und für’n Taschnfeitl.


Für Wäsch‘ und Jausn, akkurat
genau zum Schlichtn, separat
stopfst eine noch zur Dosn Bier
Enertschiegetränk vom roten Stier.

Trotzdem, es wåchsen eam net Flügl,
Du zachst ean selber über’n Hügl.

Für die Schiturn dånn zur Winterszeit,
mei Liaba! da gibts erst a Freid!

Pieps und Schaufel, Sondn, Felle,
a die Daunenjåckn hast zur Stelle.
Pickl, Eis‘n vielleicht noch å Seil,
einegehn tuats alleweil.


Dei blaues Wunder båld dalebst,
wenn ihn jetzt amål „aufe“ hebst.
So breit, so hoch als wie å Kist’n,
fåst gehst so liaba auf die Pist’n.

Das darf net sein, das is z’vül,
drum påckst wieda ausse, mit Gefühl,

den Fotoapparat mit Zoom und Tasch’n,
Reservefell, die zweite Flasch’n,

Verbandszeug und die Biwaksackl,
das gibst Deim Freind, dem fest’n Lackl,
statt Speck und Würscht hast Müsliriegl,
scho‘ is er klåner, schau in Spiegl.


Sonst nimmst halt wie im Himalaya,
an Träger, åber die san teia.
Bei uns då wirst a kaum ån find’n,
doch schadet nit, a bisserl schind’n.

Fråg nur den Herrgott, der wird såg’n:
Dei Binckerle muast selba trågn.

Frei nach „Manke“!

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Zu den verlassenen Dörfern im Kanaltal

Zu den verlassenen Dörfern im Kanaltal.

Seit dem Erdbeben im Jahr 1976 bestehen die Dörfer Mogessa di Qua, Mogessa di La und Stavoli überwiegend aus Ruinen. Diese ehemaligen Bauerndörfer im Kanaltal in den Karnischen Alpen sind nur über alte Maultierpfade zu erreichen. Bei dieser Wanderung ist man auf Selbstverpflegung angewiesen. In allen drei Orten gibt es Brunnen an denen man Trinkwasservorräte auffüllen kann.

Ausgangspunkt ist der Parkplatz bei der Abtei „Sankt Gallo“ in Moggio di Sopra, ein Ortsteil von Moggio Udinese. Unmittelbar nach Überquerung der „Hauptstraße“ biegt man nach links ab und wandert noch innerhalb des Ortes bergab. Bei den letzten Häusern beginnt der Anstieg zu den verlassenen Dörfern. Zunächst ist der Weg noch asphaltiert, geht aber weiter oben in einen steilen, schmalen Pfad über bei dem noch die Reste des gepflasterten Maultierpfades zu erkennen sind. Tief unten ist das tosen des Rio di Palis-Baches zu hören, der die Wanderer bis Mogessa di Qua begleitet. Nach einer guten dreiviertel Stunde Anstieg wird auf einem Bergrücken eine Kapelle erreicht. Von nun an führt der Weg entlang der Vorberge der Karnischen Alpen, über zahlreiche Schluchten und Gräben. Am Wegesrand sind immer wieder Kreuze zu finden, die auf eine Nutzung als Pilgerweg hindeuten. Nach etwa 1 ½ Stunden ist das erste Ziel, Mogessa di Qua erreicht. Der Ortsname bedeutet so viel wie „Klein Mossach diesseits“. In den auf engsten Raum sehenden Bauernhäusern lebten bis zum verheerenden Erdbeben etwa 200 Personen. Die Häuser sind von der Grundfläche sehr klein aber bis zu 4 Stockwerke hoch. Einige der Häuser wurden von den Nachfahren der Vorbesitzer restauriert und als Ferienwohnungen genutzt; in absoluter Ruhe. Ähnlich ist die Situation im Nachbarort Mogessa di La, „Klein Mossach jenseits“ den man nach einer weiteren halben Stunde wandern erreicht. Dort befindet sich die Kirche der beiden Orte.
Um zu dem dritten zerstörten Dorf – Stavoli – zu gelangen, geht der Weg zunächst einmal steil hinab in die Schlucht des Molin-Baches (Mühlbach). In dieser Schlucht befanden sich eine Mühle und eine Brücke, die bei dem Erdbeben zerstört und nicht wieder aufgebaut wurden. So sind die Wanderer gezwungen sich einen eigenen „Weg“ durch den Bach zu suchen. Der anschließende Anstieg nach Stavoli fordert nochmal alle Kräfte. Hier bietet sich das gleiche Bild wie in den beiden vorherigen Dörfern; enge Gässchen zwischen den Ruinen.
Für den Abstieg - entlang des Mühlbaches - nach Moggio di Sopra darf man 1 ½ Stunden einrechnen.

Die rund 6 stündige Rundwanderung über alte Kulturwege gilt als eine der „schönsten und außergewöhnlichsten Tageswanderungen“ in Friaul.
Wegstrecke: ca. 12 Km
Höhenmeter: 718

Bilder:   

(c) Wanderbund Gösselsdorf Impressum